Sie sind hier:  Krimi - Dinner - TheaterÜber unsPresseartikelPresseartikel zu "Salon Mordial" / Heinsberg; HS-WOCHE; 11.11.09

Wassenberg (nix) - Wer am Wochenende den Rittersaal der Burg Wassenberg besucht hat, durfte etwas erleben, das wohl nur den Wenigsten eröffnet wird. Schnell nachdem man an den festlich geschmückten Tischen Platz genommen hatte, machte man eine Zeitreise, fand sich nicht mehr auf der Burg, sondern im "Salon Mordial" wieder. Nicht mehr in Wassenberg, sondern im prunkvollen Berlin der 20er Jahre.
Entführt hierhin hat die Theatergruppe "Mord à la carte". Bereits seit Jahren vereint die Gruppe um Schauspielerchef Gerd Rustenbeck und Organisatorin Marion Meyersieck aus Hückelhoven Schauspiel, Musik und gutes Essen zu unvergesslichen Abenden.

Von Wassenberg nach Berlin

So auch am Freitag. Noch ehe die Vorspeise serviert wurde, ging das Schauspiel inmitten der Gäste los, begrüßte "Baronin von Prussig" ihre über 100 Gäste, die sich die anstehende Siènce sicherlich nicht entgehen lassen wollten.
Die feine Gesellschaft der Reichshauptstadt lässt sich immer gerne darauf ein gemeinsam mit der verwitweten Dame ein Verbrechen aufzuklären. Mittels Geister-
beschwörung will die Baronin mit dem Hang zum Übernatürlichen den mysteriösen Tod der armen Irma enträtseln.
Zur Hilfe sind ihr neben dem Publikum, Schauspieler Arnold Hallstein,

Oberst Rittberger und Magier Bebá Goló sowie Tochter Paula, die alle mitten im Saal agieren, so ein wahrhaft dreidimensionales Theater bieten.

Kurz bevor es zur Aufklärung des ersten Mordes kommt und nachdem auch Arnolds Bruder Torben den Raum betreten hat, kommt es zum Eklat: Einer der Beteiligten stirbt mitten im Salon der Baronin. Natürlich will man alles - noch bevor sich die Polizei der Sache annimmt und Unannehmlichkeiten auftreten - so schnell, wie möglich aufklären.

Auch der Heins-
berger Polizei-
chef ermittelte

Alle Beteiligten lüften Geheimnisse, fügen zusammen, was zusammen gehört und stellen Theorien auf, während die Gäste regelmäßig mit bestem Essen versorgt werden und ebenfalls angeregt werden, sich Gedanken zu machen. Jeder Einzelne darf am Ende "seinen" Täter auf einem Zettel notieren.
Selbst Landrat und gleichzeitiger Kreis-Polizeichef in Heins- berg, Stephan Pusch war (privat) vor Ort, um mit Kollegen zu feiern und sich der Sache anzunehmen. Doch ob er mit seinem Tipp auf den Mörder richtig lag...?

In der Pause nahm die Theatergruppe von Mord à la carte den Heinsberger Polizeichef Stephan Pusch (3. von links) und Burg Wassenberg-Chef Robert Soltisek (4. von links) in die Mitte. Inwieweit beide bei den tat- ermittlungen richtig lagen, entzieht sich unseren Kenntnissen